Vorruhestands-Tarifvertrag

Der Vorruhestands-Tarifvertrag im Bankgewerbe besteht seit Oktober 1984. Er war zunächst bis Ende 1988 befristet, ist aber zwischenzeitlich mehrfach verlängert worden. Nach derzeitigem Stand läuft er Ende April 2013 aus.

Der Vorruhestands-Tarif gibt älteren Arbeitnehmern einen eigenständigen Anspruch, bei mindestens 10-jähriger Betriebszugehörigkeit ein Jahr bzw. bei mindestens 20-jähriger Betriebszugehörigkeit zwei Jahre vor dem frühestmöglichen Rentenbeginn auszuscheiden. Damit können derzeit weibliche Bankangestellte ihr Arbeitsverhältnis in der Regel mit dem 58. Lebensjahr, männliche Bankangestellte mit dem 61. Lebensjahr beenden. In dieser Zeit vor Rentenbeginn zahlt der Arbeitgeber in den ersten drei Monaten 75 Prozent, danach 70 Prozent der vorherigen Bruttobezüge (ohne Sonderzahlungen) als Vorruhestandsgeld. Außerdem werden die gesetzlichen Sozialversicherungs-beiträge sowie die überbetrieblichen Rentenkassen auf der Basis des Vorruhestandsgeldes weitergezahlt, so dass die Rentenanwartschaften in dieser Zeit weiter steigen.

Seit Bestehen des Vorruhestands-Tarifvertrages haben allein im privaten Bank-gewerbe über 40.000 Mitarbeiter diese Möglichkeit in Anspruch genommen.