
Tarifverträge regeln ganz überwiegend fixe Gehälter, die nach allgemeinen Kriterien (abstrakte Tätigkeit und Qualifikation,
Berufsjahre u.ä.) unterschiedlich hoch ausfallen (Tarifgruppen). Die betriebliche Praxis der Gehaltsgestaltung hat inzwischen zunehmend das Kriterium der Qualität der erbrachten Leistung, also die qualitative Ausfüllung der Stelle, hinzugenommen. Das geschieht in der Regel, indem typische Aufgaben definiert und/oder daraus abgeleitete Ziele der Arbeitnehmer festgelegt werden. Inwieweit diese erreicht worden sind, ist Gegenstand einer Beurteilung, die sich dann auf die Höhe eines variablen Gehaltsbestandteils auswirkt. Ziel einer zeitgemäßen Tarifpolitik muss es daher sein, leistungsorientierte Vergütungselemente zu vereinbaren.
Mit ihrem Tarifabschluss vom 13. Dezember 2002 haben die Tarifparteien des Bankgewerbes eine - auch für andere Tarifbereiche - richtungsweisende Vereinbarung zur Variabilisierung der Vergütung getroffen. Seit 2003 bietet der Bankentarif den Instituten zwei Optionen für eine variable Vergütung, die für alle Tarifmitarbeiter genutzt werden können:
Beide Modelle sind kombinierbar. Macht ein Institut von der zweiten Variante keinen Gebrauch, kann die erste Variante von 12 auf 13 Gehälter ausgeweitet werden:
Dazu ist in einer neuen Ziffer 4 des § 10 MTV eine Spanne festgelegt worden, die 90 - 120 % eines Monatsgehaltes/einer Ausbildungsvergütung beträgt. In der Betriebs-/Dienstvereinbarung sind die betrieblichen Kennzahlen zu regeln, nach denen sich die Höhe der vom Unternehmenserfolg abhängigen Sonderzahlungen richtet.


