Meilensteine des Bankentarifs
22. September 1954Verbandsgründung als bundesweit zuständige Arbeitgeberorganisation des privaten Bankgewerbes
2. November 1954Abschluss des ersten Bundestarifs (West) für das private Bankgewerbe nach dem 2. Weltkrieg (Manteltarifvertrag mit 46-Stunden-Woche und je nach Alter 3 bis 4 Wochen Urlaub sowie Gehaltstarifvertrag mit 5 Tarifgruppen und 4 Ortsklassen)
Vertragsparteien auf Gewerkschaftsseite: Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) und Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen im DGB (HBV) - heute beide zusammengeschlossen zu Verdi - Verband der weiblichen Angestellten, Deutscher Bankbeamten-Verein, DBV (heute: Deutscher Bankangestellten-Verband), DHV - Deutscher Handlungsgehilfen-Verband im CGB (heute: DHV - Die Berufsgewerkschaft)
1. Januar 19571. Tarifgruppenreform (von den bisherigen Gruppen Ia bis IV zu den ausbildungsorientierten Gruppen GA 1 und 2, BA 1 und 2, BK 1 und 2)
1. Januar 1970Tarifvertrag über Leistungen nach dem Vermögensbildungsgesetz
seit 1972Verhandlungsgemeinschaft mit der Tarifgemeinschaft öffentlicher Banken
1. Oktober 19722. Tarifgruppenreform (9 Tarifgruppen, abhängig von der ausgeübten Tätigkeit)
1. März 1973Wegfall der so genannten Ortsklassen bei der Vergütung
4. April 1973Eintritt der privaten Bausparkassen in den Arbeitgeberverband
1. Juli 197440-Stunden-Woche im Bankgewerbe
seit 1980Verhandlungsgemeinschaft auch mit dem Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.
1. Mai 1983Rationalisierungsschutzabkommen
1. Januar 19846 Wochen Urlaub für alle
1. Oktober 1984Vorruhestands-Tarifvertrag
1. Juli 1987erste Arbeitszeitflexibilisierung für qualifizierte Berater (Ausgleichszeitraum 6 Wochen)
1. April 198939-Stunden-Woche mit zunächst 2 Monaten Ausgleichszeitraum
1. November 1989Tarifregelung zur Förderung von Teilzeit sowie von Chancengleichheit, Familie und Beruf
15. Juni 1990„Gemeinsame Empfehlung der Tarifparteien“ anlässlich des Beginns der Wirtschafts- und Währungsunion am 1. Juli 1990 (Überführung der DDR-Tarifgruppen in die Vergütungssystematik West einschl. Tariferhöhung und
Rationalisierungsschutzabkommen)
1. Januar 1991Erstes „offizielles“ Tarifvertragswerk Ost (Manteltarif, Gehaltstarif, VL-Tarif, Rationalisierungsschutzabkommen)
1. Juli 1996Öffnungsklausel zur Beschäftigungssicherung (so genannte 31-Stunden-Klausel)
1. Juni 1997Altersteilzeit-Tarifvertrag sowie Öffnungsklausel zur Altersversorgung (Gehaltsumwandlung heute: § 18 Ziff. 1 MTV)
1. Juli 1997Angleichung der Gehaltstarifverträge Ost und West
1. Oktober 1997Vollangleichung aller Ost-Tarifverträge an den West-Tarif
1. Oktober 2000Vereinbarung über die Erweiterung der tariflichen Sonnabendarbeit
19. März 2001Zusammenschluss von DAG, HBV, ÖTV, DPG und IG Medien zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
1. Juli 2001Tarifliche Rahmenregelung zu Langzeitkonten
17.Dezember 2001Tarifvertrag für den Zeitraum der Euro-Einführung
1. Januar 2003Tarifvertrag zur leistungs- und/oder erfolgsorientierten variablen Vergütung sowie neuer § 10 Ziff. 4 MTV zu vom Unternehmenserfolg abhängigen Sonderzahlungen
1. Juli 2004Öffnungsklausel zur Arbeitsplatzsicherung bei besonders schwieriger wirtschaftlicher Situation (Härtefall)

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