Ausbildungsinitiative weit übererfülltAuch im Jahr 2007 hat das private Bankgewerbe sein Ausbildungsplatzangebot im Vergleich zum Jahr 2005 - dem für die jüngste tarifliche Ausbildungsinitiative maßgeblichen Vergleichsjahr - noch einmal deutlich um 7,4 Prozent gesteigert. Damit wurde sogar das gute Branchenergebnis des Jahres 2006 (plus 5,6 Prozent) noch einmal deutlich übertroffen. Im Gesamtergebnis haben die privaten Banken die tarifliche Ausbildungsinitiative 2006/2007 trotz sinkender Schulabgänger-Zahlen weit übererfüllt. Sie sah eine Zunahme des Ausbildungsplatzangebotes in den Jahren 2006 und 2007 um insgesamt 4 Prozent im Vergleich zu den Neueinstellungen in 2005 vor.
Dabei hat sich die Struktur unter den Nachwuchskräften in den vergangenen Jahren deutlich in Richtung Hochschulabsolventen und Trainees verschoben. Sie stellen mittlerweile fast 15 Prozent der Nachwuchskräfte im privaten Bankgewerbe; 2005 waren es noch unter 10 Prozent. Hier zahlen sich inzwischen das Engagement und die engen Kontakte der Institute zu Universitäten und Hochschulen aus.
Die Quote der nicht angetretenen Ausbildungsverhältnisse ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Sie betrug Ende September 2007 zwar nur noch 12,5 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent), ist aber immer noch zu hoch. Erhebliche Bemühungen unter den Mitgliedern des AGV Banken im 4. Quartal 2007 haben die Quote zum Jahresende auf 6,1 Prozent gesenkt (2006: 4,4 Prozent).
Das Verhältnis der Auszubildenden zur Gesamtbelegschaft blieb 2007 durch die Ausbildungsanstrengungen des privaten Bankgewerbes auf einem weiterhin erfreulich hohen Niveau: Die Ausbildungsquote erreichte 5,73 Prozent und lag damit sogar leicht über dem Vorjahreswert (5,66 Prozent).
Ausbildungsquote im privaten Bankgewerbe| Jahr | Auszubildende in % des inländischen Stammpersonals |
| 2000 | 7,3 |
| 2001 | 7,2 |
| 2002 | 6,8 |
| 2003 | 6,2 |
| 2004 | 5,8 |
| 2005 | 5,7 |
| 2006 | 5,7 |
| 2007 | 5,7 |
Quelle: AGV BankenÜber zwei Drittel der Azubis mit HochschulreifeDer Anteil der Auszubildenden mit allgemeiner Hochschulreife ist im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 68,3 Prozent angestiegen (2006: 66,2 Prozent). 31,6 Prozent der Auszubildenden zum Bankkaufmann verfügte über einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss (2006: 33,8 Prozent). Die schulische Herkunft der Auszubildenden im privaten Bankgewerbe entspricht damit in etwa der Struktur in der gesamten Kreditwirtschaft. Der hohe Anteil an Abiturienten bei den Auszubildenden zum Bankkaufmann verdeutlicht das Vertrauen dieser Gruppe in eine qualitativ hochwertige Ausbildung.
Der Anteil der Nachwuchskräfte im privaten Bankgewerbe, die eine Ausbildung an Berufsakademien oder ein ausbildungsintegriertes Studium absolvieren, liegt bei erfreulich hohen 12,8 Prozent und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (10,2 Prozent).