Nachwuchskräfte im privaten Bankgewerbe 2006/2007

Nachdem die Arbeitgeber im privaten Bankgewerbe bereits in den vergangenen Jahren das Ausbildungsplatzangebot stetig gesteigert haben, war es der Branche auch im Jahr 2006 wieder möglich, das Ausbildungsplatzangebot gegenüber dem Vorjahr um etwa 5,6 % zu erhöhen. Damit hat das private Bankgewerbe bereits zum zweiten Mal in Folge die tarifliche Ausbildungsinitiative vorzeitig erfüllt, die eine Zunahme des Ausbildungsplatzangebotes in den Jahren 2006 und 2007 um insgesamt 4 % über der Anzahl der Ausbildungsverhältnisse des Jahres 2005 vorsieht.

Allerdings betrug die Quote der nicht angetretenen Ausbildungsverhältnisse rund 19 % (Vorjahr: 17 %) und lag damit auf einem relativ hohen Niveau. Die erheblichen Nachvermittlungsbemühungen der Banken haben jedoch dazu beigetragen, eine große Zahl dieser Ausbildungsplätze zu besetzen und so jungen Menschen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Der Anteil der unbesetzten Ausbildungsplätze sank damit zum Jahresende auf nur noch 4,4 %.

Das Verhältnis der Auszubildenden zur Gesamtbelegschaft wurde auf einem erfreulich hohen Niveau von 5,7 % gehalten.

JahrAuszubildende in Relation zum inländischen Stammpersonal
2000      7,3 %
20017,2 %
20026,8 %
20036,2 %
20045,8 %
20055,7 %
20065,7 %

Beim Blick auf die Vorbildung der Auszubildenden zeigt sich, dass die Verteilung in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben ist. So verfügen 66,2 % der Auszubildenden zum Bankkaufmann über die allgemeine Hochschulreife und 33,8 % über einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Schulabschluss. Die schulische Herkunft der Auszubildenden im privaten Bankgewerbe entspricht der Struktur in der gesamten Kreditwirtschaft. Der im Vergleich zu anderen kaufmännischen Ausbildungsberufen relativ hohe Anteil an Abiturienten bei den angehenden Bankkaufleuten zeigt auch das anhaltend große Interesse von Schülern mit Hochschulreife an einer Ausbildung im dualen System.

Auch 2006 bewegte sich der Anteil der Nachwuchskräfte im privaten Bankgewerbe, die eine Ausbildung an Berufsakademien oder ein ausbildungsintegriertes Studium absolvieren, mit 10,2 % auf nahezu unverändert hohem Niveau (2005: 11,0 %). Die leichte Abnahme der Quote gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem absoluten Anstieg der besetzten Ausbildungsplätze in den dualen Berufsausbildungen.
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