Sektoraler sozialer Dialog
Zurückhaltende Rechtsetzung bedeutet für den sektoralen Dialog eine klare Beschränkung in der Themenauswahl und die Beachtung der Legitimationsgrenzen, denen die Sozialpartner insgesamt auf europäischer Ebene unterliegen. So sollten im Sinne des Subsidiaritätsprinzips im Wesentlichen Fragestellungen sektoral aufgegriffen werden, die zunächst im horizontalen Dialog behandelt wurden und für die zusätzlicher, durch den Branchenbezug vorgegebener Regelungsbedarf ausgemacht werden kann. Werden die Sozialpartner der Branche dann tätig, erstreckt sich ihre Kompetenz nicht auf den Abschluss national bindender Vereinbarungen - ebenso wenig wie der horizontale Dialog die nationalen Tarifpartner oder ihre Mitglieder binden kann.
Im sektoralen Dialog des Bankgewerbes haben die Arbeitgeber vorgeschlagen, die branchenspezifischen Fragen des Themas Flexicurity aufzugreifen. Hierzu wird eine Antwort der Gewerkschaften im Rahmen der nächsten Treffen erwartet.

Demografische Entwicklung
Weiteres Thema des sektoralen Dialoges im Berichtszeitraum war die demografische Entwicklung. Hier fand im Dezember 2006 eine Konferenz in Brüssel statt. Derzeit wird versucht, ein gemeinsames Papier zu erarbeiten. Der Zeitplan sieht die weitere Diskussion des von der Arbeitgeberseite gefertigten Entwurfs für Mitte September vor.

Neue Mitgliedstaaten
Außerdem steht das Thema neue Mitgliedstaaten weiterhin auf der Agenda des sektoralen Dialoges. Hierzu wurde auf einem Treffen Anfang Juli 2007 sondiert, wie die Umsetzung des sozialpolitischen Aquis mit den neuen Mitgliedsstaaten diskutiert werden könnte. Angesichts der sehr unterschiedlichen Intensität der Sozialpartnerbeziehungen in diesen Staaten sind die Rahmenbedingungen dieses Projekts jedoch zunächst sorgfältig zwischen den europäischen sektoralen Sozialpartnern abzustimmen. Ein entsprechender Projektantrag ist in Vorbereitung.
Die Gespräche wurden für die privaten Banken wie bisher vom Banking Committee for European Social Affairs (BCESA) geführt. Darin sowie in den Arbeitsgruppen zur Vorbereitung und Begleitung der oben vorgestellten sektoralen Projekte war der AGVBanken intensiv involviert, genau so wie in der branchenübergreifenden Abstimmung europäischer Themen im Ausschuss für Europapolitik der BDA. Das Komitee beriet am 12. Oktober 2006 und am 31. Januar 2007. In den Sitzungen wurden die Zwischenergebnisse aus den diversen Arbeitsgruppentreffen zu den genannten Themen des sektoralen Dialoges sowie aus den Plenarsitzungen diskutiert und das weitere Vorgehen abgestimmt. Überdies wurde das BCESA über aktuelle europäische Themen und Entwicklungen informiert.
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